22 Migranten auf Boot im Mittelmeer verdurstet
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Mar 28
- 1 min read

Sechs Tage ohne Wasser, hilflos auf dem Meer: Ein Migrantenboot irrt über das Mittelmeer. Überlebende berichten, wie sie ihre toten Mitreisenden über Bord warfen.
Vor der südlichen Küste der griechischen Urlaubsinsel Kreta sind mindestens 22 Migranten nach mehreren Tagen auf See gestorben. Überlebende hätten den Behörden geschildert, dass die Menschen während einer mehrtägigen Drift im offenen Meer ohne Trinkwasser starben und man ihre Leichen nacheinander über Bord geworfen habe, berichtete der griechische Rundfunk ERTNews unter Berufung auf die Küstenwache.
26 Menschen überlebten das Unglück. Sie wurden von der Besatzung eines Schiffes der EU-Grenzschutzagentur Frontex in der Nähe von Kreta geborgen. Die Menschen werden derzeit medizinisch versorgt und registriert.
Irrfahrt zwischen Libyen und Kreta
Nach Angaben der Überlebenden irrten sie rund sechs Tage lang zwischen der libyschen Hafenstadt Tobruk und Kreta, wie es weiter heißt. Unter ungünstigen Wetterbedingungen wurde ihr Boot manövrierunfähig. Schlepperbanden setzen in dieser Region immer wieder Migranten ins offene Meer, oft ohne ausreichende Versorgung und Navigationsmöglichkeiten.
Die Tragödie ereignete sich vor dem Hintergrund einer stark gestiegenen Zahl tödlicher Bootsunglücke im Mittelmeer, das weiterhin eine zentrale Route für Menschen auf der Flucht nach Europa ist. Allein im Februar kamen mindestens 18 Menschen auf der rund 300 Kilometer langen Überfahrt von Libyen nach Kreta ums Leben. Offiziere der griechischen Küstenwache gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.
(c) 2026, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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wie distanziert wir eigentlich von solchen Realitäten sind – selbst in einem war game wird ein Kampf ums Überleben abstrahiert, aber hier geht es um echte Verzweiflung auf der Route zwischen Libyen und Kreta, oder?
Thank you for continuing to shed light on these horrific tragedies that the world so easily ignores. Reading about 22 human beings dying of thirst in the Mediterranean is just absolutely heartbreaking. I actually stumbled across your post during an evening walk with my dog Cobb. I had been listening to The False Sun audiobook, but I had to pause it completely. Your piece snapped me back to a devastating reality. We cannot keep looking away from this terrible crisis.
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